Pioniertour in die ukrainischen Karpaten

Regen! Es ist noch nicht 21.00h und ich hülle mich in meine gesamte Habe. Lachkrampf über mich selber. Meine Erotik ist hin. Hier würde selbst Dracula versagen.
Belohnung am nächsten Morgen. Bedrohliche Wolken auf dem Weg zur Horvela, aber kein Tropfen. Unser Aufstieg geht über 3 Berge - dreimal 2000er, gute Wege, außer die Abkürzung - senkrecht die Wand hoch!
Irina geht's schlecht. Schmerzen und Fieber.

Wir verzichten auf Lunch. Auf der Horvela ist Volksfeststimmung: Flaggen, Nationalhymne, amerikanische Chassidim barfuß, Vodka und eine Gruppe junger Österreicher, die an einem Sprachprojekt teilnehmen. Picknick erst nach dem Abstieg, der wäre im Regen eine Rutschpartie, also Traubenzucker, Nüsse, getrocknete Aprikosen und runter über Stock und Stein. Prima, unser Taxi kann früher kommen. Wir waren 3 Stunden schneller als geplant. Taras' Organisation ist wirklich perfekt. Auch ohne Handy klappt die Kommunikation über Wirtin zu Fahrer und zurück.

Abends gibt es keine Porridge-Pampe, sondern schmackhaftes Essen: Pilze, Kartoffeln, Brot. Ein Bier wäre nicht zu verachten.
Wir schlafen wie tot auf einem Kissen so schwer wie ein Kornsack. Helmut fühlt die Feder in der Matratze, die ihn in der ersten Nacht durchbohrte, nicht mehr. Wir sind entwöhnt!

Heimreise

Unser Zug fährt um 2.15h in der Nacht. 3 km mit Gepäck bis zum Bahnhof. Der versprochene Fahrer bleibt aus. Gut, dass wir ausreichend Zeit zum Laufen eingeplant haben. Abmarsch um 0.15 h. 6 Rucksäcke, 2 Seesäcke und Julia, die sich krümmt vor Schmerzen. Sie will stark sein. Wie Flüchtlinge kommen wir am Bahnhof an. Der Zug hat Verspätung. Um 03.15 h fallen wir in unsere Schlafkojen. Geschafft.
Kalte Füße die ganze Nacht - trotz Socken. Helmut fängt sich einen Infekt ein. Die Fenster schließen nicht. Die Luft ist kalt.

Ankunft in Liev

2 Kranke, keine Besichtigung, nur Bazar, auch mal Restaurant.

Beobachtungen an der Flaniermeile: Schick, High Heals, Sexy Frauen mit Speckansatz.

Die Fahrt im Fiaker, der offenen Kutsche dauernt 5 Minuten und kostest 20 Gishna für 4 Personen und bietet das Blaue-Blut-Gefühl des vergangenen Jahrhunderts.

Der Schlafwagen nach Kiew ist neu und sauber. Kein Vergleich zur Transkarpartenfahrt. Der Lokführer hat den Führerschein. Wir fahren ruhig durch die Nacht.

Am Morgen geht es Julia wieder besser. War es die Medizin oder das Fasten??

ENDE

Alle Bilder       zu den Ukraine Infos

Kinder von Tschernobyl

Ukrainische Fahne SOS Kinder von Tschernobyl e.V. Deutsche Fahne

Tschernobyl Karte Ukraine

Landkarte Ukraine

Pioniertour in die ukrainischen Karpaten

Pioniertour in die ukrainischen Karpaten

Pioniertour in die ukrainischen Karpaten

Alle Bilder