Pioniertour in die ukrainischen Karpaten

Pioniertour in die ukrainischen Karpaten

Epilog

Warum nicht mal die ukrainischen karpaten?

Seit Jahren besuchen uns unsere "Tschernobyl-Kinder" Julia (21) und Irina (23). Im Sommer 2002 nahmen wir sie mit in die Alpen (Wormser Hütte und Saarbrücker Hütte) und waren Zeugen des Beginns einer großen Liebe: "Welche Schönheit"!!!
4 braune Augen strahlten uns sogen die Berge ins Herz.
Eine flapsige Bemerkung - "Ihr habt doch auch Berge - nächstes Jahr lernen wir die kennen" - war der Anfang.

Per Email wurden wir über die einzelnen Planungsschritte informiert. Ein Student ist gefunden, der die karpaten kennt. Wir müssen Zelte mitnehmen und auch tragen. Wir fahren von Kiew nach Liev und von dort in die karpaten.

Vertraut uns, ihr werdet überleben.

Vertrauen, ist gar nicht so einfach. Sie haben keine Planungserfahrung, wir verstehen dort kein einziges Wort. Bären und Wölfe! Vom fetten Essen gibt es Durchfall. Es gibt keine Wanderinfrastruktur. Es ist nicht der Weltstadtkomfort von Kiew.

Letzte Aufforderung aus Kiew "Kommt - es ist alles geplant. Ihre werdet überleben."

Na dann, - Abenteuer, wir kommen...

Vielleicht wollen auch Andere diese Erfahrungen nutzen. Deshalb stellen wir Ihnen sowohl unsere Kontaktadresse, ein deutsch- und englischsprechender Ukrainer mit abgeschlossenem Studium, guter Organisationsfähigkeit und Ortskenntnissen, als auch Auszüge aus dem "Wandertagebuch" zur Verfügung und wünschen viel Vergnügen.

Ansprechpartner in der Ukraine ist Taras Kachmar.

Wandertagebuch - Die ukrainischen Karpaten

Einleitung 2-Tages-Tour 3-Tages-Tour Heimreise

Schlafwagenfahrt

Luft zum Schneiden. Eng: 2 Seesäcke, 5 Rucksäcke und wir 5. Das Fenster kann man nicht öffnen. Kann nur besser werden.
Als der Zug fährt, kommt schnell die Bettwäsche, sauber.
Rattatam, Rattatam.
Wir machen Betten - nacheinander; für alle zur gleichen Zeit ist kein Raum.
Todmüde nach der Flugnacht schlafen wir ein. Rattatam - der Zug ist ein Schwellenhopser.
Frühstück aus unseren Vorräten und eine Tasse Tee vom Zugbegleiter.

Der Bahnhof ist noch dunkel. Wir sitzen auf unserem Gepäck.
Ob die Planung klappt? Taras hat telefonisch private Zimmer bestellt; Abholtransfer wurde zugesagt in einem Land, das zentral verwaltet war und in der freien Marktwirtschaft erste Schritte geht: 5 Minuten nach Zugeinfahrt hat unser "Taxi" uns gefunden: der Krämer aus dem kleinen Dorf (unserem Standortquartier) mit unserer Zimmerwirtin. Perfekt. Wir fahren 2 Stunden durch die erwachenden Karpaten. Kirchen fallen mir auf,. Kapellen, neue! Mit ihren schön geformten Blechdächern. Ähnlich die Brunnenhäuschen - heimelig.
Kreuzwegstationen am Straßenrand. Der Glaube hat den Kommunismus überlebt. Die tiefe Frömmigkeit fällt auch Olga auf, scheint in Kiew nicht so zu sein (der Gott der Stadt heißt Geld).

Unser Standortquartier in den Karpaten

Ankunft, Gatter öffnen. Kühe laufen frei herum. Urlandwirtschaft mit Sense. Selbstversorger. Heimselig.
Das späte Frühstück: Reis mit Leber. Helmut schwant Fürchterliches. Die Essgewohnheiten der Völker sind verschieden. Nur wenige Stunden später Mittagessen. Helmut und Irina sind ab sofort Vegetarier.

Am besten schmecken mir die Pilzgerichte mit Kartoffeln und der fetten Sahnesauce und das "Nationalgericht" der Karpaten: Maisbrei mit Frischkäse zu Brot. Könnte ich jeden Tag essen und durch die Berge rollen.
Nachmittags: Spaziergang zum Krämer, die letzten Besorgungen für unsere Selbstversorgertour mit Zelt.
Es ist warm. Der Fluss springt malerisch über die Steine. Hängebrücken wie in Nepal. Das Wasser ist glasklar, die Geschwindigkeit hoch. Obwohl Kulturland ist alles heile Natur. Wir kühlen Beine und Mütchen im Fluss, bilden Ketten in der Strömung.

Karpaten - ihr schickt uns den Fluss als Boten der Berge.

weiterlesen - 2-Tages-Tour

Kinder von Tschernobyl

Ukrainische Fahne SOS Kinder von Tschernobyl e.V. Deutsche Fahne

Tschernobyl Karte Ukraine

Landkarte Ukraine



Tagebuch und Reisebericht zugleich.

Auf 4 Seiten Spannung, Informationen und tolle Bilder die die Abenteuerlust wecken..

Herzlichen Dank
an Familie Collet,

die diesen Bericht zur Verfügung stellt.


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