Kontakte zu ukrainischem Kindergarten geknüpft

Eicher Verein ermöglicht 10 Waisenkindern einen 14-tägigen Erholungsurlaub am Schwarzen Meer.

Von Jockel Kohlmann

Niederlegung Blumengebinde am Massengrab in Schitomir
Vorsitzender Rolf Konersmann legte ein Gebinde nieder

Erneut fand eine vom Verein „SOS ´86 – Kinder von Tschernobyl e.V.“ organisierte Informationsfahrt in die Ukraine statt. Diese inzwischen 38. Reise hatte bei den Teilnehmern nachhaltige Eindrücke hinterlassen, denn dieses Mal standen etliche offizielle Einladungen auf dem Besuchsprogramm. Der erste Besuch war beim neuen Bürgermeister des Stadtteils Kiew-Desnianski, worüber auch Presse und Rundfunk in der Hauptstadt berichteten. Der Bürgermeister zeigte sich dankbar darüber, dass der Eicher Verein bereits seit fast 20 Jahren Hilfe für die Familien der Opfer der Tschernobyl Katastrophe in die Ukraine bringt. Als Anerkennung überreichte er dem Vorsitzenden Rolf Konersmann eine Dankesurkunde.

Die Reisegruppe aus Rheinhessen besuchte weiter den Kindergarten „Victorija“. Hier besteht schon ein Briefwechsel mit dem katholischen Kindergarten in Eich. Dieser Kindergarten ist als Pilotprojekt mit einer Grundschule kombiniert, so dass die Kindergartenkinder sich dann später problemlos in der Schule zurechtfinden können. Der Besuch der Gäste fand am Tag des Jahresabschlusses statt. Als kulturellen Höhepunkt der Reise kann der Abend in der Nationaloper bezeichnet werden. Auf dem Programm stand das Ballett „Romeo und Julia“, fantastisch getanzt von den besten Tänzern und Tänzerinnen der Ukraine.

Die Gruppe besuchte dann die 130 Kilometer entfernt gelegene Stadt Schitomir. Diese Stadt war im 2. Weltkrieg eine der meist umkämpften Städte. Hier legte Konersmann an einem Massengrab in einem Waldstück zum Gedenken an die dort umgebrachten 780 Menschen ein Blumengebinde nieder.

Ein Stadtrundgang durch die Innenstadt von Kiew sowie eine kleine Feier in den Räumen der Partnerorganisation Internationale Assoziation „Hilfe für Familien von Tschernobyl“ rundeten das vielseitige Reiseprogramm ab. Anlässlich dieser Feier überreichte Konersmann im Auftrag des Vorstandes von SOS ´86 – Kinder von Tschernobyl e.V. zehn Einladungen für Waisenkinder aus den Tschernobyl-Familien für einen 14-tägigen Erholungsurlaub im Familienerholungsheim „Yushanka“ am Schwarzen Meer.

Die nächste Informationsreise nach Kiew ist für die Zeit vom 01. bis 09. Oktober geplant und soll dann Mal wieder mit einem Reisebus durchgeführt werden. Interessenten können sich bei Rolf Konersmann, Tel. 06246/7466 melden.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz

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