Liebe Mitglieder,
arbeitsintensiv waren die vergangenen Wochen und Monate, so dass wir uns jetzt in der ruhiger werdenden Jahreszeit wieder mit einem Informationsbrief an Sie wenden wollen. Nach den Vorstandswahlen im Frühsommer gab es bereits wenige Tage später eine personelle Veränderung. Unser seitheriger stellvertretender Vorsitzender Erich Lautenschläger hat den Verein verlassen. Für seine Arbeit - und auch die seiner Ehefrau Anneliese - möchten wir uns bedanken.
In jeder Hinsicht war unser Sommerfest am Eicher See wieder ein voller Erfolg. Unter dem Strich konnte wieder ein sattes Plus erwirtschaftet werden. Auch die Vertreter des öffentlichen Lebens kamen in großer Zahl, um unserem Verein damit ihre Sympathie zu bekunden. Allen Helfern sei an dieser Stelle gedankt.
Ohne Probleme konnten auch wieder die Kinder-und Familienerholung abgewickelt werden. Voll besetzt reiste unser Bus im Oktober zu einer weiteren Informationsfahrt nach Kiew. Dazu lesen Sie bitte den unten stehenden zusammengeassten Pressebereicht, der bei uns in den örtlichen Medien erschien.
"Darauf hatte sich das ganze 1 100 Seelen-Dorf Staroselzky in der Ukraine gefreut: Aus Spendengeldern der Mannheimer Horst-Engelhardt-Stiftung übergab der Eicher Verein "Kinder von Tschernobyl" dem Bürgermeister des Dorfes einen Traktor im Wert von 40 000 Euro. Mit diesem Traktor soll es den vielen Kleinbauern im Dorf ermöglicht werden, noch effektiver als seither ihre Felder zu bearbeiten.Wie vor hundert Jahren wurden dort bisher die Felder noch mit Pferden bewirtschaftet. Sozusagen als Gegenleistung haben sich die Bauern verpflichtet, jährlich einen Teil des von ihnen geernteten Gemüses und der Kartoffeln der Kiewer Tschernobyl-Organisation zur Verfügung zu stellen. Diese wird die Lebensmittel dann einem Kinderheim am Schwarzen Meer zukommen lassen. Mit einem großen Festakt in der Dorfschule (siehe unser Bild) wurde das Ereignis begangen. Der Eicher Vereinsvorsitzende Rolf Konersmann sagte dabei, dass diese Form der Hilfe zur Selbsthilfe der wohl beste Weg sei, für die Menschen in der Ukraine die Lebensverhältnisse zu verbessern. Auch für das örtliche Arztzentrum übergab Konersmann eine Spende.Eine Woche lang weilte ein 30-köpfige Delegation aus dem Wonnegau in der Ukraine. Besucht wurden nicht nur das Tschernobyl-Museum, sondern auch die Gedenkstätte Babi Yar, wo im Zweiten Weltkrieg mehr als 38 000 Ukrainer durch deutsche Soldaten ermordet wurden. Beim Besuch der größten ukrainischen Bierbrauerei wurde festgestellt, dass dort ausschließlich deutsche Technik verwendet wurde. Stündlich werden in dieser Brauerei 120 000 Flaschen Bier abgefüllt.Durch Zufall stieß die Eicher Gruppe in Kiew auf Touristen aus Eich, die sich dann auch für einige Tage der Vereinsgruppe anschließen durften und so in den Genuss eines abwechslungsreichen Programms kamen. Dazu zählte auch der Besuch der Oper in Kiew sowie eines Folklore-Abends. Mit unvergesslichen Eindrücken und dem festen Entschluss, im kommenden Frühjahr wieder nach Kiew zu reisen, nahmen die Eicher mit Wehmut Abschied aus der ukrainischen Hauptstadt."
Mit großer Freude konnten wir vernehmen, dass unser Verein aus einem Spendenlauf der Realschule Osthofen die stolze Summe von 3 300 Euro erhält. Mit diesem Geld haben wir der Dorfschule in Marjaniwka einen gebrauchten Bus zum dringend benötigten Schülertransport zur Verfügung gestellt. In Mannheim konnten wir in den vergangenen Tagen ein komplette Artpraxis abbauen, die in der Ukraine wieder aufgebaut werden soll. Damit unser Verein weiterhin im Gespräch bleibt, haben wir unseren Verein auch beim Rotarier-Club Groß-Gerau/Rüsselsheim vorgestellt. Das Ergebnis dieses Vortragsabends war eine stattliche Geldspende, die wir dem Kinderheim in Oschanko am Schwarzen Meer zukommen lassen werden. Ebenfalls eine größere Geldspende ließ uns der Kreisverband der Grünen in Aachen zukommen. Auch die Deutsche Umweltbank wurde Dank unserer Internet-Präsenz auf "SOS Kinder von Tscheronbyl" aufmerksam und spendete einen größeren Betrag. Teilgenommen hat eine Abordnung des Vorstandes wieder beim Jahresempfang des ukrainischen Generalkonsulates in Frankfurt. Wichtige Kontakte konnten dort geknüpft und auch vertieft werden.
Erfolgreich verlief der Verkauf von Advents-und Weihnachtsgestecken beim Eicher Weihnachtsmarkt. Mehr Umsatz hätten wir uns allerdings beim Weihnachtsmarkt in Alsheim erwartet. Vor diesem Hintergrund kommt es uns gelegen, dass wir in dieser Woche eine Spende in Höhe von 500 Euro von einer Gönnerin aus Eich in Empfang nehmen durften. Auch im Marktkauf in Worms wollen wir wieder mit unserer Weihnachtstombola präsent sein.
Gestatten Sie mir an dieser Stelle ein ganz besonderes Dankeschön an die Adresse unseres "Web-Masters" Markus Heck, der uns auch in diesem Jahr wieder eine tolle und vor allen Dingen stets aktuelle Internet-Präsentation gewährleistete. Mit mehr als 32 000 Zugriffen in nur eineinhalb Jahren auf unsere Homepage steht wir unter den "Top Ten" der Vereine im Wonnegau.
Sie sehen, ganz so ruhig verlaufen die Herbst- und Wintermonate im Verein doch nicht. In den zurückliegenden Wochen haben wir uns auf den Hilfsgütertransport nach Kiew konzentriert, der dort inzwischen auch angekommen ist.
Verehrte Mitglieder,
sie sehen, dass es keineswegs ruhiger wird in unserem Verein - und das ist gut so. Lassen Sie mich in dem zu Ende gehenden Jahr Ihnen allen meinen Dank für Ihr Unterstützung zuteil werden. Auch im nächsten Jahr wollen wir mit Tatkraft unsere Arbeit fortsetzen und ich freue mich, auf Ihre Unterstützung weiterhin zählen zu können.
Mit den besten Wünschen für das Weihnachtsfest und das Jahr 2007 verbleibe ich
Ihr Rolf KonersmannQuelle: Allgemeine Zeitung Mainz