Hilfe für Bauern in der Ukraine

Mit einem Traktor im Wert von 45 000 Euro unterstützt der Verein "Kinder von Tschernobyl" einen Zusammenschluss von Landwirten in einem Dorf in der Nähe von Kiew. Mit dieser "Hilfe zur Selbsthilfe" will der Eicher Verein aktiv zum Aufbau wirtschaftlicher Strukturen in der Ukraine beitragen.

Von Jockel Kohlmann

In der Hauptversammlung führte Vorsitzender Rolf Konersmann aus, dass die 45 000 Euro von dem Mannheimer Mäzen Horst Engelhardt gespendet wurden und der Traktor inzwischen auch schon in der Ukraine in Betrieb sei. Im nächsten Jahr solle für ein weiteres Dorf ebenfalls ein Traktor angeschafft werden.

Der Mitbegründer des Vereins, der jetzige HCI-Vorstandschef Harald Christ (Gimbsheim) finanziere jährlich für zwei ukrainische Studenten ein vierwöchiges Stipendium in Hamburg, hob Konersmann hervor.

Auf vielen Ebenen sei der Verein tätig. Die Mitglieder selbst seien im Vorjahr wieder mit der Durchführung von vier Hilfsgütertransporten beschäftigt gewesen. Dabei seien 34 126 Kilogramm am Hilfslieferungen auf den Weg gebracht worden. Neben Krankenbetten, Rollstühlen und Medikamenten seien vor allem Kleidung und Lebensmitel in jene Dörfer ausgeliefert worden, in denen sich die Evakuierten aus der Region Tschernobyl angesiedelt hätten.

Erfolgreich verlaufen seien auch zwei Kinder- und Familienerholungsaufenthalte im Wonnegau. Auch der Sportbund Rheinhessen habe eine Gruppe von zwölf Kindern in seinem Sportzentrum in Seibersbach aufgenommen.

Erfolgreich verlaufen sei weiter eine Informationsfahrt mit dem Kreisverband Alzey-Worms der Jungen Union nach Kiew. Als Ergebnis bleibe festzuhalten, dass inzwischen von der JU 15 Computer zur Einrichtung eines Computer-Labors einer Dorfschule in der Nähe von Kiew gespendet worden seien. Der Verein selbst habe 1 000 Euro hinzugesteuert, um auch die Anschlusskosten für das Internet einschließlich der Kabelverlegunsarbeiten zu bezahlen.

Damit all diese Aktivitäten finanziert werden können, sei der Verein auf verschiedenen Weihnachtsmärkten im Wonnegau vertreten gewesen, um Gestecke zu verkaufen. Ebenso habe das jährliche Kinderfest am Eicher See einen Gewinn von über eintausend Euro erbracht.

Bei den Neuwahlen zum Vorstand gab es keine Veränderungen. Vorsitzender Konersmann wurde mit seiner Crew im Amt bestätigt. Kassenprüferin Eleonore Betzel (Alsheim) bescheinigte eine saubere Buchführung. Dem Bericht von Kassenwart Jürgen Pietsch war zu entnehmen, dass mit einem Bestand von 8 000 Euro weitere Hilfsgütertransporte finanziert werden können.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz

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