
Hilfe leisten für die Opfer von Tschernobyl hat sich der Eicher Verein "Kinder von Tschernobyl" zum Ziel gesetzt, der am Freitag eine Spende von 750 EUR in Aachen entgegennahm. Vorsitzender Rolf Konersmann dankte Monika Kuck (unser Bild), Vorstandsprecherin der Aachener Grünen. Diese hatten das Geld bei der Vorführung des Films "Die Wolke" im April gesammelt. Konersmann betonte, dass für lange Zeit weiter Hilfe geleistet werden muss - das Durchschnittseinkommen liegt in der Ukraine bei 150 EUR. 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe leiden die Menschen in der Ukraine weiter unter den Folgen des Unglücks. 75% des Landes weisen eine erhöhte Strahlenbelastung auf. Neuerkrankungen, Angst und Selbstmorde sind alltäglich.
70 Hilfstransporte mit Gütern im Millionenwert hat der Verein in 16 Jahren organisiert. Bis heute fehlt es an Medikamenten, medizinischer Ausrüstung, Krankenbetten. Aber auch landwirtschaftliche Maschinen, Möbel und Computer wurden geliefert. Bei bisher 28 Informationsfahrten nach Kiew sahen die Besucher erfolgreiche Projekte z.B. bei der Ausstattung von Schulen mit Computern oder die Versorgung mit unbelastetem Wasser aus neuen Brunnen. Auf das Lob von Thomas Griese (Grüne) für die umfangreiche Hilfe antwortete Konersmann: "Spenden Sie keinen Beifall, spenden Sie uns Geld!" Die nächste Informationsfahrt, an der sich auch Aachener Bürger beteiligen können, findet vom 5. bis 12. Oktober 2006 statt. Informationen bei den Aachener Grünen unter info[at]gruene-aachen.de oder unter www.sos-kindervontschernobyl.de. Geldspenden sind willkommen auf Kto. 3 167 899, BLZ 553 500 10, Sparkasse Worms-Alzey-Ried.
Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz