Im Namen von Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht darin Umweltminister Sigmar Gabriel dem Eicher Verein Dank und Anerkennung für die seit vielen Jahren geleistete Hilfe aus. Gabriel schrieb Konersmann:"Sie haben vielen Menschen geholfen, Notlagen zu überwinden". Mit der Lieferung von Medikamenten und Bekleidung, beim Bau von Kinderheimen und Schulen sowie bei der Ausrüstung von Krankenhäusern habe sich der Eicher Verein in hohem Maße in der Ukraine engagiert. Diese Aktivitäten stünden oft nicht im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit, "aber sie sind es, die den Menschen Hoffnung und Lebensmut geben". Ohne das Engagement des Eicher Vereins, so Gabriel, "wäre diese Gesellschaft kälter". Gleichwohl betrachtet der Minister Tschernobyl als Mahnung, "aus der Atomkraft auzusteigen". Dies sei die wichtigste Lehre aus dem Unfall, an der er festhalte und für die er sich mit seinen Möglichkeiten auch einsetzen werde.
Die Arbeit des Eicher Vereins wurde jetzt auch von der Redaktion des Magazins "Spiegel Online" gewürdigt. Der Spiegel nahm den Eicher Verein in den kleinen Kreis der "empfehlenswerten" Hilfsorganisationen auf. Konersmann betrachtet dies als ganz besondere Auszeichnung und Würdigung der Vereinsarbeit. Schließlich sei der 170 Mitglieder zählende Verein auch schon vor zwei Jahren bei der Uno in die offizielle Liste der anerkannten Hilfsorganisationen aufgenommen worden. Ende April reist eine Delegation des Vereins aus Eich nach Berlin. Auf Einladung des SPD-Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann nimmt die Eicher Delegation zum 20.Jahrestag der Reaktorkatastrophe am 26. April an einer Gedenkveranstaltung der SPD-Bundestagsfraktion teil.
Angetan von der erfolgreichen Arbeit zeigte sich auch der Eicher Kiesunternehmer Heinrich Büttel, der jetzt dem Förderverein der Osthofener Realschule eine Spende in Höhe von 500 Euro zukommen ließ. Büttel will mit diesem Geld die Teilnahme von Osthofener Realschülern an einer Informationsfahrt des Eicher Vereins in die Ukraine ermöglichen. Die Osthofener Realschule möchte eine Schulpatenschaft mit einer Dorfschule in der Nähe von Kiew gründen. In dieses Dorf wurden im Jahr 1986 mehr als 300 Familien aus der Region Tschernobyl evakuiert.
Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz