Bericht des 1. Vorsitzenden
anlässlich der Mitgliederversammlung am 17.06.2005

Mein Dank gilt allen Vorstandsmitgliedern sowie allen Helfern, die es ermöglicht haben, dass unser Verein seit nunmehr 13 Jahren sehr aktiv arbeitet und dieses auch entsprechend in der Ukraine von der dortigen Bevölkerung bis hin in die Ministerin wahrgenommen wird.

Im Jahre 2004 und 2005 haben wir folgende Maßnahmen durchgeführt:

Weiterhin möchte ich erwähnen, dass Erich Lautenschläger und ich im August 2004 den deutschen Botschafter und die Leiterin der Visastelle in Kiew besucht haben, um für unsere ukrainischen Gäste die drastische Verschärfung der Visabestimmungen abzumildern, was uns auch gelungen ist.

Mit Freude kann ich auch vermelden, dass sich Erich Lautenschläger und Horst Weber bereit erklärt haben, ab sofort die Lagerverwaltung in Eigenregie durchzuführen. Dazu gehört auch die Abwicklung unserer Hilfsgütertransporte von A - Z, das bedeutet von der Paketannahme über die Erstellung der EDV-Ladelisten, Anmeldung des Transportes bei der Kommission beim Ministerkabinett der Ukraine für humanitäre ausländische Hilfe bis hin zur Organisation der Fahrzeuge und Erstellung der Zollpapiere. Aus diesem Grund bitte ich die Mitglieder und Freunde unseres Vereines, künftig Hilfsgüteranlieferungen nur noch bei Erich Lautenschläger und Horst Weber anzumelden. Diese beiden stellen sicher, dass sie telefonisch erreichbar sind.

Ein wichtiger - wenn nicht der wichtigste Punkt - ist die Finanzierung unseres Vereines. Bereits in der letzten Mitgliederversammlung im Jahre 2004 habe ich einen Überblick über unseren Finanzbedarf gegeben, an dem sich bis heute nicht viel geändert hat; unserem Prinzip, so viel Rücklagen gebildet zu haben, dass unser Verein ein Jahr davon zehren und weiter existieren kann, sind wir treu geblieben und ich bin mir sicher, dass wir im Jahre 2006 gemeinsam den 20. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl begehen können.

Ich bin glücklich, in Horst Engelhardt einen väterlichen Freund gefunden zu haben, der immer ein offenes Ohr (und Portemonnaie) für die Anliegen unseres Vereines hat. Er hat Erich Lautenschläger und mich zur Überreichung eines Spendenschecks eingeladen und schriftlich verfügt, dass die Horst-und-Eva-Engelhardt-Stiftung auch zukünftig jährlich Spenden an "SOS ´86 - Kinder von Tschernobyl e.V." ausschütten wird. Weiterhin beteiligt er sich mit 5.000 EUR an der Anschaffung einer vom Hersteller frisch überholten Herz-Lungenmaschine für die Kardiologie der Universitätsklinik in Kiew, die wir bereits vor zwei Jahren mit einer Operationslampe im Werte von 30.000 EUR ausgestattet haben.

Die restliche Finanzierung in Höhe von 15.000 EUR wird von Dr. Hussels und dem Lions-Club Olsberg/Sauerland sowie dem Hersteller erbracht. Die Anschaffung einer neuen Herz-Lungen-Maschine ist dringend erforderlich geworden, da bei weiterer Nutzung der defekten alten Herz-Lungen-Maschine das Risiko für die Patienten zu groß geworden ist. Als Gegenleistung für unsere Unterstützung führt mein Freund Dr. Boris Todurow, der mittlerweile drei Herztransplantationen in der Ukraine durchgeführt hat, Herzoperationen bei Kindern mit angeborenem Herzfehler kostenlos durch.

Weiterhin danke ich meinem Freund Reinhold Linke, der uns mit einer Spende von 7.000 EUR zum Jahresende 2004 bedacht hat und natürlich auch unseren Freunden vom Eicher See, die uns seit Jahren wohl gesonnen sind, wie Erika Walz mit ihrem Team und der Siedlergemeinschaft Eicher See.

Liebe Mitglieder, kommen wir zum Hauptpunkt unserer Mitgliederversammlung. Mit Mitgliederbrief 02/2005 habe ich versucht, die rechtliche Situation unseres Vereins verständlich herauszuarbeiten. Im Grund genommen ändert sich an unserem Vereine, an unserer Arbeit, an unseren Mitgliedern, an dem gewählten Vorstand nichts. Wir haben nur die Tatsache zu bereinigen, dass unser Verein bei Gründung bei zwei verschiedenen Amtsgerichten (Lampertheim und Worms) angemeldet wurde, was nach Vereinsrecht bedeutet, dass damit zwei eigene selbständige Vereine gegründet wurden. Anfänglich mussten wir unsere Gemeinnützigkeit auch bei zwei Finanzämtern (Bensheim und Worms) überprüfen lassen. Das wurde aber bereits vor zehn Jahren problemlos von den Finanzämtern untereinander geregelt. Seitdem werden wir nur noch vom Finanzamt Worms veranlagt.

Ich bitte Sie dann unter Punkt 8 der Tagesordnung als Mitglieder des beim AG Lambertheim eingetragenen Vereines der Auflösung dieses Vereines und der damit verbundenen Löschung aus dem Vereinsregister zuzustimmen sowie die dafür notwendigen Beschlüsse zu fassen.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche der Versammlung einen guten Verlauf.

Rolf Konersmann
1. Vorsitzender

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