Bericht des 1. Vorsitzenden
anlässlich der Mitgliederversammlung am 17.06.2005
Mein Dank gilt allen Vorstandsmitgliedern sowie allen Helfern, die es ermöglicht haben, dass unser Verein seit nunmehr 13 Jahren sehr aktiv arbeitet und dieses auch entsprechend in der Ukraine von der dortigen Bevölkerung bis hin in die Ministerin wahrgenommen wird.
Im Jahre 2004 und 2005 haben wir folgende Maßnahmen durchgeführt:
- 5 Hilfsgütertransporte mit insgesamt 46.811 kg Hilfsgütern (3.257 Pakete, Rollstühle, Krankenbetten, Möbel für das Familienerholungsheim in Otscharkow am Schwarzen Meer usw.). Unser dann insgesamt 68. Hilfgütertransport ist im Anschluss an die Kindererholungsmaßnahme im September 2005 geplant.
- Die 9. Familienerholungsmaßnahme mit 12 Gästen, die Vorbereitungen für die 10. Familienerholungsmaßnahme sind abgeschlossen und die Visa bereits erteilt.
Bedanken möchte ich mich auf diesem Wege bei dem neuen Landrat des Landkreises Alzey-Vorms, der unserer Bitte nachgekommen ist und die als Einladung dienenden von den Ausländerbehörden zu prüfenden Verpflichtungserklärungen für Mitglieder unseres Vereines kostenlos (statt 25 EUR) zur Verfügung stellt. Weiterhin bedanke ich mich bei Elisabeth Stephan, die mir bei der Organisation dieser Maßnahme behilflich war.
- Die 20. Kindererholungsmaßnahme mit 41 Gästen, verbunden mit dem schon traditionellen Kinderfest am Eicher See.
Hauptattraktionen waren wieder die Floßfahrt auf dem Eicher See sowie die Riesen-Hüpfburg für Kinder. Mein Dankeschön an Erika Walz, die uns das Floß zur Verfügung gestellt hat. Zu erwähnen ist, dass das Kinderfest im Jahre 2004 erstmalig auf dem Parkplatz des Restaurants "Zum Eicher See" stattgefunden hat und dieser Standort sich sehr bewährt hat.
- Mit einigem Stolz kann ich der Versammlung mitteilen, dass es gelungen ist, mit dem Sportbund Rheinhessen und dem Stadtsportverband Worms für unsere anstehende Kindererholung eine Kooperation zu bilden. So haben wir zwölf Kinder im Altern zwischen 8 und 12 Jahren mit zwei Betreuerinnen zu einer Ferienfreizeit nach Seifersbach/Pfalz einladen können. Die Kinder werden dort in großen Zelten untergebracht und rund um die Uhr betreut. Zum gleichen Zeitpunkt befindet sich auch eine deutsche gleichaltrige Kindergruppe in Seifersbach.
Angedacht ist, künftig auch deutsche Kindergruppen im Familienerholungsheim unserer ukrainischen Partnerorganisation am Schwarzen Meer unterzubringen.
- Ich danke unserem Mitglied Klaus Horn, der vor ca. zwei Jahren den Kontakt zum Sportbund Rheinhessen hergestellt hat und insbesondere meinem alten Bekannten Herbert W. Hoffmann, dem Präsidenten des Sportbundes Rheinhessen, der diese Aktion tatkräftig unterstützt.
- Wie gesagt, auch diese Maßnahme ist organisatorisch erledigt; die Einladungen liegen unserer Partnerorganisation in Kiew vor, die Gastgeber habe ich schriftlich verständigt. Es freut mich, dass die Eheleute Enders seit Jahren im Bereich Flörsheim-Wicker aktiv und selbstständig sich für die Belange unseres Vereines einsetzen und auch diesmal wieder eine große Anzahl Gäste in ihrer Region untergebracht haben. Vielen Dank!
- 3 Informationsfahrten in die Ukraine mit insgesamt 102 Teilnehmern. Somit haben schon ca. 600 Personen die Möglichkeit genutzt, mit unserem Verein nach Kiew zu fahren, um dort Land und Leute kennen zu lernen. Die 27. Informationsfahrt ist für den Oktober 2005 terminiert und die ersten 10 Anmeldungen sind bereits eingegangen. Also bitte rechtzeitig anmelden, da max. 25 Personen mitfahren können. Zu erwähnen ist, dass uns bei unserer letzten Fahrt unser Mitglied Sybille Gispert begleitet hat, die mit ihren 82 Jahren die Fahrt sehr gut überstanden hat.
- Weihnachtstombola 2004 im Hause "Marktkauf Worms" diesmal organisiert von Jürgen Pietsch, der sehr viel Zeit aufbringen musste, um die personelle Besetzung unseres Standes über den Zeitraum von einer Woche zu gewährleisten.
- Weihnachtsmärkte in Eich und Alsheim, auf denen wieder hochwertige Gestecke usw. angeboten werden konnten, die von meiner Frau, Maria Horn und Karola Hetzert in wochenlanger Vorarbeit gebunden wurden. Vielen Dank hierfür.
- Einladung unserer Folkloregruppe "Tscherwona Kalina" mit 22 Personen, die einige Auftritte im Haus der "Horst- und Eva-Engelhardt-Stiftung" hatten und auch auf der großen Weihnachtsfeier der Stiftung in einem Mannheimer Hotel die Gäste faszinierten.
- Last but not least kann ich berichten, dass es uns im Berichtszeitraum auch gelungen ist, unseren Verein nach außen darzustellen. Ich lade Sie alle recht herzlich ein, uns auf unserer Webseite im Internet unter www.sos-kindervontschernobyl.de zu besuchen.
Weiterhin haben wir einen Flyer erstellt, der sehr übersichtlich die Tätigkeit unseres Vereines aufzeigt.
Diese beiden Medien sollen helfen, neue Mitglieder und Sponsoren zu werben. Mein Dank gilt unserem Schriftführer Jockel Kohlmann und Markus Heck, die ihre Vorstellungen und Ideen mit eingebracht haben. Markus Heck ist auch zuständig für die Pflege unserer Webseite und nimmt gern Anregungen und Verbesserungsvorschläge an.
Weiterhin möchte ich erwähnen, dass Erich Lautenschläger und ich im August 2004 den deutschen Botschafter und die Leiterin der Visastelle in Kiew besucht haben, um für unsere ukrainischen Gäste die drastische Verschärfung der Visabestimmungen abzumildern, was uns auch gelungen ist.
Mit Freude kann ich auch vermelden, dass sich Erich Lautenschläger und Horst Weber bereit erklärt haben, ab sofort die Lagerverwaltung in Eigenregie durchzuführen. Dazu gehört auch die Abwicklung unserer Hilfsgütertransporte von A - Z, das bedeutet von der Paketannahme über die Erstellung der EDV-Ladelisten, Anmeldung des Transportes bei der Kommission beim Ministerkabinett der Ukraine für humanitäre ausländische Hilfe bis hin zur Organisation der Fahrzeuge und Erstellung der Zollpapiere. Aus diesem Grund bitte ich die Mitglieder und Freunde unseres Vereines, künftig Hilfsgüteranlieferungen nur noch bei Erich Lautenschläger und Horst Weber anzumelden. Diese beiden stellen sicher, dass sie telefonisch erreichbar sind.
Ein wichtiger - wenn nicht der wichtigste Punkt - ist die Finanzierung unseres Vereines. Bereits in der letzten Mitgliederversammlung im Jahre 2004 habe ich einen Überblick über unseren Finanzbedarf gegeben, an dem sich bis heute nicht viel geändert hat; unserem Prinzip, so viel Rücklagen gebildet zu haben, dass unser Verein ein Jahr davon zehren und weiter existieren kann, sind wir treu geblieben und ich bin mir sicher, dass wir im Jahre 2006 gemeinsam den 20. Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl begehen können.
Ich bin glücklich, in Horst Engelhardt einen väterlichen Freund gefunden zu haben, der immer ein offenes Ohr (und Portemonnaie) für die Anliegen unseres Vereines hat. Er hat Erich Lautenschläger und mich zur Überreichung eines Spendenschecks eingeladen und schriftlich verfügt, dass die Horst-und-Eva-Engelhardt-Stiftung auch zukünftig jährlich Spenden an "SOS ´86 - Kinder von Tschernobyl e.V." ausschütten wird. Weiterhin beteiligt er sich mit 5.000 EUR an der Anschaffung einer vom Hersteller frisch überholten Herz-Lungenmaschine für die Kardiologie der Universitätsklinik in Kiew, die wir bereits vor zwei Jahren mit einer Operationslampe im Werte von 30.000 EUR ausgestattet haben.
Die restliche Finanzierung in Höhe von 15.000 EUR wird von Dr. Hussels und dem Lions-Club Olsberg/Sauerland sowie dem Hersteller erbracht. Die Anschaffung einer neuen Herz-Lungen-Maschine ist dringend erforderlich geworden, da bei weiterer Nutzung der defekten alten Herz-Lungen-Maschine das Risiko für die Patienten zu groß geworden ist. Als Gegenleistung für unsere Unterstützung führt mein Freund Dr. Boris Todurow, der mittlerweile drei Herztransplantationen in der Ukraine durchgeführt hat, Herzoperationen bei Kindern mit angeborenem Herzfehler kostenlos durch.
Weiterhin danke ich meinem Freund Reinhold Linke, der uns mit einer Spende von 7.000 EUR zum Jahresende 2004 bedacht hat und natürlich auch unseren Freunden vom Eicher See, die uns seit Jahren wohl gesonnen sind, wie Erika Walz mit ihrem Team und der Siedlergemeinschaft Eicher See.
Liebe Mitglieder,
kommen wir zum Hauptpunkt unserer Mitgliederversammlung. Mit Mitgliederbrief 02/2005 habe ich versucht, die rechtliche Situation unseres Vereins verständlich herauszuarbeiten.
Im Grund genommen ändert sich an unserem Vereine, an unserer Arbeit, an unseren Mitgliedern, an dem gewählten Vorstand nichts.
Wir haben nur die Tatsache zu bereinigen, dass unser Verein bei Gründung bei zwei verschiedenen Amtsgerichten (Lampertheim und Worms) angemeldet wurde, was nach Vereinsrecht bedeutet, dass damit zwei eigene selbständige Vereine gegründet wurden. Anfänglich mussten wir unsere Gemeinnützigkeit auch bei zwei Finanzämtern (Bensheim und Worms) überprüfen lassen. Das wurde aber bereits vor zehn Jahren problemlos von den Finanzämtern untereinander geregelt. Seitdem werden wir nur noch vom Finanzamt Worms veranlagt.
Ich bitte Sie dann unter Punkt 8 der Tagesordnung als Mitglieder des beim AG Lambertheim eingetragenen Vereines der Auflösung dieses Vereines und der damit verbundenen Löschung aus dem Vereinsregister zuzustimmen sowie die dafür notwendigen Beschlüsse zu fassen.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche der Versammlung einen guten Verlauf.
Rolf Konersmann
1. Vorsitzender