Kinder von Tschernobyl erfolgreich

Ukrainischer Generalkonsul lobt Verein für seine Hilfe

Der fast 200 Mitglieder zählende Verein "Kinder von Tschernobyl" sei in Rheinland-Pfalz der erfolgreichste Hilfsverein, der Projekte in der Ukraine nicht nur unterstütze, sondern zum Teil auch in eigener Regie leite. Dies sagte der ukrainische Generalkonsul Yurij Yarmilko, der zum 19. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl Hilfsorganisationen und Medien zu einem Gespräch in das Frankfurter Generalkonsulat der Ukraine eingeladen hatte. Yarmilko hob dabei hervor, dass der Eicher Verein gezielte Hilfe zur Selbsthilfe verschiedenen Einrichtungen in der Ukraine zukommen lasse. Damit werde es möglich, dass vor Ort Arbeitsplätze geschaffen und auch gehalten werden könnten. Yarmilko erwähnte die Hilfe bei der Einrichtung verschiedener Kliniken in Kiew durch medizinische Geräte bis hin zur kompletten Zahnarztpraxis sowie Mobilar und Kücheneinrichtungen für ein Kindererholungsheim am Schwarzen Meer.

Der Eicher Vorsitzende Rolf Konersmann sagte, dass der Verein seit seiner Gründung Sachspenden im Wert von über zehn Millionen Euro in die Ukraine geliefert habe. Auch in diesem Jahr seien weitere Hilfstransporte geplant und deren Wert bezifferte Konersmann auf weitere 500.000 Euro. Ermöglicht werde dies alles durch Sponsoren, die nicht nur Sachspenden, sondern auch Gelder für die Kosten der Hilfstransporte zur Verfügung stellen. Auch die Vereinsmitglieder seien hoch motiviert, die Welle der Hilfsbereitschaft nicht abebben zu lassen. Konersmann freute sich darüber, dass er im September einer Delegation rheinland-pfälzischer Parlamentarier vor Ort in der Ukraine die Arbeit des Vereins vorstellen dürfe. Wichtig sei weiter, dass die Völkerverständigung vorangetrieben werde. Deshalb hätten Kindererholungen strahlenkranker Kinder weiter höchste Priorität im Verein. Darüber hinaus werde durch Informationsfahrten in die Ukraine auch das Interesse der heimischen Bevölkerung für die Problematik in der Ukraine geweckt. Kritik wurde von allen Hilfsorganisationen an der Grenzabfertigung der Hilfsgütertransporte geäußert. Oftmals würden bei der Zollabfertigung unterschiedliche Maßstäbe angelegt. Yarmilko sicherte zu, diese Beschwerden direkt dem Innenministerium in Kiew zukommen zu lassen.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz

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