Angekündigtes Reiseverbot

Nur Kontakte in die Ukraine

jk. EICH

Das vom weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko angekündigte Reiseverbot für die Tschernobyl-Kinder betrifft nicht den Eicher Verein Kinder von Tschernobyl. Darauf hat gestern nach entsprechenden Medienberichten der Eicher Vorsitzende des Hilfsvereins, Rolf Konersmann, hingewiesen. Lukaschenko vertritt die Auffassung, dass die durch die Reaktorkatastrophe geschädigten Kinder von den Werten der Konsumgesellschaft im Westen "verführt" würden.

Wie Konersmann erklärte, unterhält der 170 Mitglieder zählende Eicher Verein ausschließlich Kontakte in die Ukraine. Mehr als 1.000 Kinder seien in den zurückliegenden Jahren zu Erholungsaufenthalten in den Wonnegau gekommen. Im vergangenen Jahr, führt Konersmann aus, konnten wieder 65 Kinder bei Gastfamilien einquartiert werden. Und auch für das Jahr 2005 seien bereits weitere Aufenthalte geplant und etliche Gasteltern hätten sich schon dafür angemeldet.
Konersmann sagte, dass gerade nach der Wahl des westlich orientierten ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko nicht mit Behinderungen durch die ukrainischen Behörden zu rechnen sei. Eher sei das Gegenteil der Fall, denn in der Ukraine wisse man sehr wohl die deutsche Hilfe zu schätzen.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz

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