Vor Ort ist billiger

Eicher Verein unterstützt weiteres Hilfsprojekt

jk. EICH

Der Eicher Verein "Kinder von Tschernobyl" unterstützt jetzt ein weiteres Hilfsprojekt, dessen Federführung der deutsche Botschafter in der Ukraine, Dietmar Stüdemann, übernommen hat. Bei diesem Hilfsprojekt wird direkt in der Ukraine den an Krebs erkrankten Strahlenopfern der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl geholfen.

Geleitet wird das Ärzteprojekt vom Bruder des inzwischen verstorbenen früheren Tagesthemen-Moderators Hanns-Joachim Friedrichs in Zusammenarbeit mit einer Reihe von deutschen Ärzten. Botschafter Stüdemann hatte den Eicher Vereinsvorsitzenden Rolf Konersmann und dessen Stellvertreter Erich Lautenschläger zu einem Gespräch in die Deutsche Botschaft nach Kiew eingeladen, um dort sein Hilfsprojekt vorzustellen. Laut Stüdemann ist die Behandlung der Krebskranken in der Ukraine um die Hälfte billiger als in Deutschland. Gezielt werden dabei Kinder behandelt.

Dietmar Stüdemann dankte bei dem Gespräch Konersmann für dessen unermüdlichen Einsatz. Der Botschaft liege sehr viel an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, und die bisherige Arbeit des Vereins "Kinder von Tschernobyl" habe gezeigt, dass dieser zu den renommiertesten zähle. Konersmann sicherte zu, den Botschafter nach Kräften zu unterstützen. Durch die gezielte Hilfe vor Ort könne für die Kinder in vertrauter Umgebung nicht nur eine kompetente ärztliche Betreuung gewährleistet, sondern auch Kosten eingespart werden.

Bei dem Gespräch erwähnte Botschafter Stüdemann übrigens, dass er selbst seine Kindheit in Dittelsheim-Heßloch verbracht und in Worms das Gymnasium besucht habe. Auch deshalb freue er sich, über den Eicher Verein wieder Kontakte zur "alten Heimat" knüpfen zu können.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz

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