Zum 20. Mal hatte der Eicher Verein "Kinder von Tschernobyl" Strahlengeschädigte Kinder aus der Ukraine zu einem Erholungsaufenthalt nach Rheinhessen eingeladen. Zusammen mit den 44 Kindern waren Gasteltern aus dem Wonnegau sowie viele Gäste zum gemeinsamen Kinderfest in das große Festzelt an den Eicher See gekommen.
Vereinsvorsitzender Rolf Konersmann sagte bei der Eröffnung, dass nur durch den dauerhaften ehrenamtlichen Einsatz der 170 Vereinsmitglieder zum 20. Mal ein Bus mit Kindern in den Wonnegau habe eingeladen werden können. Konersmann würdigte vor allem das stete finanzielle Engagement der beiden Mannheimer Mäzene Horst und Eva Engelhard, die aus ihrer Stiftung immer wieder dem Verein stattliche Gelder zukommen lassen.
Der Wormser Bürgermeister Georg Büttler meinte, der Eicher Verein habe nicht nur für die Menschen aus dem Katastrophengebiet rund um Tschernobyl Erhebliches geleistet, sondern mache durch seine Vereinsarbeit deutlich, wie viel durch das Engagement jedes Einzelnen bewegt werden könne. Der Eicher Verbandsbürgermeister Gerhard Kiefer freute sich darüber, dass der Verein jetzt sogar bei der Uno in die Liste der anerkannten Hilfsorganisationen aufgenommen worden sei. Dies verstehe er auch als "Auszeichnung für eine unermüdliche Arbeit an Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind".
Die Grüße des ukrainischen Botschafters überbrachte Victor Chewtschenko vom ukrainischen Konsulat in Frankfurt. Von den 50 Tschernobyl-Hilfsorganisationen im Dienstbezirk des Konsulates sei der Eicher Verein der rührigste. Chewtschenko bemerkte, dass die Hilfe für die Strahlenopfer keine Einbahnstraße darstelle. Vielmehr bemühe sich der Eicher Verein, durch Informationsfahrten in die Ukraine Land und Leute kennen und verstehen zu lernen. So seien Kontakte geknüpft, mit deren Hilfe die schwierigen Probleme im freundlichen Miteinander angegangen werden können, ohne Geber- und Nehmerpositionen festzuschreiben.
Mit Schecks für die weitere Vereinsarbeit waren auch die beiden Bürgermeister Klaus Willius (Eich) und Walter Arnold (Hamm) gekommen. Für die Eicher-See-Gemeinschaft und den Wasserversorgungsverein Eicher See überbrachte Erich Bingenheimer eine stattliche Unterstützung mit. Die Kinder selbst wurden bei hochsommerlichen Temperaturen zu Floßfahrten auf dem Eicher See eingeladen, tobten sich auf der Riesen-Hüpfburg aus und standen zum Kinderschminken in langen Warteschlangen. Auch für Essen und Trinken war gesorgt. Bei der großen Tombola wurden mehr als 500 gespendete Gewinne verlost.
Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz
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| Eine zünftige Bootsfahrt auf dem Eicher See gehört zur Feier des Tages: Der Tschernobylverein hat
wieder Kinder aus der Ukraine zu Gast - zum 20. Mal nun schon seit Bestehen der Eicher
Hilfsorganisation. Foto: Rolf Ochsner |