SOS `86 Kinder von Tschernobyl e.V.

Einladung für S.O.S. ´86 – Kinder von Tschernobyl  e.V.


Die Nuklearkatastrophe im Kraftwerk von Tschernobyl am 26. April 1986 wurde zu einem Symbol für das Versagen des kommunistischen Systems. Als der damalige sowjetische Präsident Michail Gorbatschow die Perestroika einleitete, den Prozess zum Umbau und zur Modernisierung des gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Systems der Sowjetunion, verbunden mit der Aufhebung der Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit (Glasnost), was  im  weiteren
Sinne die Demokratisierung des Staates bedeutete, konnte er nicht voraussehen, dass dieser    Prozess zum Verfall der Weltmacht Sowjetunion führte und mit der Unabhängigkeit der 15 sowjetischen Unionsrepubliken zwischen dem 11. März 1990 und dem 25. Dezember 1991 seinen Abschluss fand.

Prof. Dr. hc. mult Hansjürgen Doss, Honorarkonsul der Ukraine, A Polyova, Generalkonsulin der Ukraine in Frankfurt, Rolf Konersmann, 1. Vorsitzender S.O.S. ´86 - Kinder von Tschernobyl e.V.

 

Prof. Dr. hc. mult Hansjürgen Doss, Honorarkonsul der Ukraine, A Polyova, Generalkonsulin der Ukraine in Frankfurt, Rolf Konersmann, 1. Vorsitzender S.O.S. ´86 - Kinder
von Tschernobyl e.V.


Am 28. August 1991 erklärte die Ukraine ihre staatliche Unabhängigkeit. Zur Feier des 25. Jahrestages der Unabhängigkeit der Ukraine hatte die Generalkonsulin der Ukraine, Frau Alla Polyova, für Montag, dem 19. September, nach Frankfurt eingeladen. Rolf Konersmann, 1. Vorsitzender des Vereines S.O.S.´86 Kinder von Tschernobyl e.V. folgte der Einladung und nahm an dem Empfang teil.
Die Generalkonsulin begrüßte die ca. 100 Ehrengäste, unter ihnen viele ausländische und deutsche Diplomaten, und gab einen Überblick über die aktuelle Situation der Ukraine. Sie unterstrich, dass die Ukraine zu Europa gehöre und bedankte sich insbesondere bei der deutschen Regierung für die große Unterstützung ihres Landes. In einem längeren persönlichen Gespräch bat Frau Polyova Herrn Konersmann auch, den Mitgliedern und Freunden des Vereines S.O.S.´86 - Kinder von Tschernobyl e.V. ihren Dank zu übermitteln für die vom Verein jahrzehntelang getätigte Hilfe für die Opfer der Tschernobylkatastrophe. Interessiert ließ sie sich über das derzeit laufende Projekt des Vereines in Verbindung mit dem deutschen Auswärtigen Amt berichten, das im April 2016 begonnen wurde. Es entstand in Kiew ein Deutsches Zentrum als Mittelpunkt der Vereinstätigkeit in der Ukraine. Hier erhalten u.a. Jugendliche Unterricht der deutschen Sprache. Weiterhin beginnt am 23. September eine Diskussionsveranstaltungsreihe mit Studenten der größten Universität der Ukraine, der Taras-Shevchenko-Universität. Harald Christ, Ehrenvorsitzender von S.O.S.´86 – Kinder von Tschernobyl e.V., wird als Referent im Themenbereich „Zivilgesellschaft und Wirtschaft“ fungieren. Die Generalkonsulin wünschte Herrn Konersmann für die Durchführung dieses Projektes viel Erfolg und versprach, dem im Jahre 2017 stattfindenen 25-jährigen Vereinsjubiläum beizuwohnen.